Land & Leute

Zwei im Einklang.

Die Synchronschwimmerinnen Naemi und Valentina trainieren hart. Sie wollen nämlich zu den olympischen Spielen. Sehr gut möglich, dass sie es schaffen.

Das Irreführende an der Perfektion ist, dass sie sich stets im Gewand der Leichtigkeit präsentiert. Niemand darf und soll bemerken, wie hart die Arbeit und steinig der Weg waren, um Dinge so aussehen zu lassen, als wären sie das Einfachste der Welt.

Auf bestem Weg.
Was es auf dem Weg zur Perfektion ebenfalls braucht: Talent, Leidenschaft, Ehrgeiz, den Willen seine Ziele zu erreichen. Wobei: Aussagekräftiger ist es, wenn man die zwei niederösterreichischen Teenager Valentina und Naemi zu Wort kommen lässt. Die beiden Mädchen haben sich ganz dem Synchronschwimmen verschrieben und haben ein Ziel. „Kurzfristig wollen wir bei der Schülerweltmeisterschaft in Samorin, die heuer im September stattfindet teilnehmen“, erklärt Valentina, und ihre Partnerin Naemi ergänzt: „Langfristig sind aber die Olympischen Spiele unser Ziel.“

Beste Freundinnen.
Das Duo hat also einen Plan. Und was augenscheinlich ist: Sie werden es wohl schaffen. Warum? Naemi und Valentina kennen sich seit acht Jahren, sie verstehen sich bestens und sind gut aufeinander abgestimmt und eingestimmt. Das sollte jetzt auch nicht großartig verwundern, schließlich trainieren die beiden gut 20 Stunden in der Woche zusammen. „Wir sind ein Team geworden und es hat vom ersten Moment an gepasst“, fasst Naemi zusammen und man hat das Gefühl, dass Valentina eben dasselbe sagen wollte. Die zwei sind eben synchronisiert, im Einklang wenn man so will, und man glaubt kaum, welches Mörderprogramm sie Tag für Tag, Woche für Woche abspulen.
Das braucht vor allem Kraft, denn Figuren wie Barracudas oder Flamingos müssen sitzen: „Die Koordination, viele Dinge gleichzeitig zu machen, ist sehr anstrengend, aber wenn etwas perfekt gelingt, gibt das Kraft und Energie zum Weitermachen“, resümiert Naemi. „Wir bekommen auch sehr viel Unterstützung von unseren Familien und falls ich einmal einen Durchhänger habe, muntert mich Naemi auf. Wir pushen uns gegenseitig“, erzählt Valentina.

Lachen hilft.
Ein weiteres Geheimnis des Duos: Der Spaß an der Sache kommt nicht zu kurz: „Naemi bringt mich oft zum Lachen. Es ist nämlich nicht selbstverständlich, dass man eine tolle Duettpartnerin hat. Das macht die Freiheit, die ich im Wasser spüre, grenzenlos“, erzählt Valentina. „Es macht einfach Spaß im Wasser zu schwimmen und dabei nicht an den Alltag zu denken“, fasst Naemi zusammen. „Lachen hilft – denn letztlich ist die Kunst beim Synchronschwimmen alles aussehen zu lassen, als wäre es einfach.“ Perfektion im Gewand der Leichtigkeit eben.